1. Mainzer Minigolf-Club e.V. 1964

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Verbandsliga, die (verhexte) sechste, oder Showdown in Ludwigshafen

Am 18. September sollte er stattfinden. Der große Showdown zwischen Bildstock 1 und Mainz 3. Ein Ereignis, das sich über die Saison angekündigt hatte – das endgültige Duell zwischen den beiden Konkurrenten, der todernst in aller Freundschaft ausgetragen werden sollte. Bei einem Punktegleichstand von 70 Punkten – wer würde gewinnen, die rheinhessischen „alten Kempen“ oder die „jungen Wilden“ aus dem Saarland?

Aber, dann schlug das Leben zu…. Aus der Stammmannschaft fielen gleich drei Leute aus gesundheitlichen Gründen aus – und einen Wackelkandidaten gab es auch noch. Ralf Fischbach bemühte sich mit allen Kräften, Spieler zu finden. Mainz 3  musste einfach mit einem Streicher besetzt werden, und es blieb bis Samstag unklar, ob Mainz 4 überhaupt antreten konnte. Letztlich reichte es – Joe Eichhorn und Andy Görtz-Fräßle sprangen ein. Vielen Dank euch beiden, Ihr habt den Spieltag in dieser Form für die Mainzer erst möglich gemacht.

Und so traten am Sonntag an: Mainz 3 mit Sascha Holzenthal, Jörg Hoffmann, Christian Marth, Joe Eichhorn und Ralf Fischbach. Mainz 4 mit Andy Görtz-Fräßle, Peter Lorch, Franco Cappelletti und Anja Schray. Gerhard Caspar übernahm die Punkteeingabe aus seiner Quarantäne heraus mit einem gut ausgeklügelten System, so dass alle die Ergebnisse live mitverfolgen konnten.


Mainz 3 und 4: v.l.n.r. Andy Görtz-Fräßle, Christian Marth, Franco Cappelletti, Anja Schray, Peter Lorch, Sascha Holzenthal, Jörg Hoffmann, Ralf Fischbach, Joe Eichhorn

Ludwigshafen ist eine Anlage, die man mit guten Ergebnissen spielen, die aber auch gewaltig „beißen“ kann – das merkten wir schon beim Training. Und auch der Spieltag zeigte dies deutlich mit gewaltigen Schwankungen in den Runden. Allein Bildstock 1 fegte alle Konkurrenten vom Platz. Selbst den Ludwigshafener Spitzenreitern waren sie eindeutig gewachsen – unter den fünf besten Tagesrunden waren drei Saarländer: Mathias Trenz mit 95 (Tagesbester!), Anni Bastian mit 97 und Sky Joel Kaspar mit 102 Schlag. Da konnten sich nur noch Karl-Albert Schweitzer aus Ludwigshafen mit 97 und unser Mainzer Joe Eichhorn mit 100 Schlag dazwischendrängen. Die beste Tagesrunde lieferte Jörg Hoffmann mit einer herausragenden 20er Runde.

So endete der Spieltag mit einem klaren Sieg für Bildstock 1, gefolgt von Ludwigshafen; den dritten Platz teilte sich Mainz 3 mit dem stark aufspielenden Rodalben 1. Mainz 4 kämpfte aus Leibeskräften, konnte sich aber gegen die anderen Mannschaften nicht durchsetzen. Es reichte leider nicht für Punkte.

Nach dem Spiel fand noch die Siegerehrung statt. Ralf Fischbach betonte nochmal die Aufwertung der Verbandsliga durch die Kooperation SaarMV/MRP, die deutlich mehr Mannschaften und Spieltage möglich gemacht hatte. Und er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese auch weiter fortbestehen wird.

In der Kooperationswertung heißen die Sieger: Bildstock 1 auf dem ersten, Mainz 3 auf dem zweiten und Rodalben 1 auf dem dritten Platz. In der MRP Wertung belegt Mainz 3 den ersten, Rodalben 1 den zweiten und Ludwigshafen 3 den dritten Platz. Mainz 3 verzichtet allerdings auf die Relegation in diesem Jahr und tritt auch 2023 weiter in der Verbandsliga an.

So endete eine ereignisreiche, spannende und überraschende Verbandsligasaison 2022, und wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison mit hoffentlich genauso vielen Mannschaften und Minigolfbegeisterten…..

Last Minute Klassenerhalt

Das hätte schief gehen können: Mit einem in letzter Minute gelungenen Kraftakt sicherte sich die zweite Mannschaft des 1. MGC Mainz den Verbleib in der 2. Bundesliga Süd (Staffel 1) ohne den Stress eines Relegationsturniers. Diesen muss nun der BGSV Bad Homburg auf sich nehmen. Und das, obwohl die Hessen nach zwei Runden schlaggleich mit dem MSC Bensheim-Auerbach sogar in Führung lagen. Zu diesem Zeitpunkt rangierte das MGC-Team noch hinter der SG Arheilgen und dem MGC Ludwigshafen nur auf dem vorletzten Rang. Eine deutliche Steigerung in Runde drei brachte die Mainzer dann an Bensheim, das sich eine sehr schwache Runde leistete, und an Ludwigshafen vorbei. Allerdings führte noch immer der BGSV Bad Homburg, so dass der Zwischenspurt noch nicht reichte, um den Relegationsplatz zu verlassen.


Bereit: hinten v.l.n.r. Max Hermann – Bernd Szablikowski – Mark Harmening – Petra Szablikowski (Coach); vorne v.l.n.r. Danny Hess – Torsten Schück – Michael Bamberg – Patrick Beringhausen

Im Schlussdurchgang überschlugen sich dann die Ereignisse. Bensheim rappelte sich auf und spielte nach seiner schlechtesten Runde (151 Schläge) direkt die Tagesbestleistung von 128 Schlägen. Damit überholten die Bergsträßer das MGC-Team wieder. An der Spitze lag inzwischen die zweite Mannschaft der SG Arheilgen, die damit auch den Tagessieg nach Südhessen holte. Derweil musste Bad Homburg gleich mehrere schlechte Runden wegstecken, einmal 28 und gleich dreimal 30 Schläge wurden notiert. Gegen die resultierende 150er-Teamrunde setzte Mainz seine eigene Tagesbestleistung von 133 Schlägen. 17 Zähler gutgemacht, bei einem vorherigen Rückstand von 10 Schlägen. Damit war klar, dass der „Relegationskelch“ am Team des MGC vorübergehen würde. Am Ende hieß das Platz drei in der Tageswertung für die Mainzer, die nach Gesamtschlagzahl zwar immer noch hinter Bad Homburg lagen, aber in der Punktewertung inzwischen zwei Zähler Vorsprung vor den Hessen hatten.

Alle Ergebnisse gibt’s hier.

Zweimal Saisonfinale

Mit einem Heimspiel auf der Betonanlage im Hartenbergpark endet die diesjährige Saison in der 2. Bundesliga Süd. Mit Mark Harmening, Dominik Ullrich, Max Hermann, Danny Hess, Torsten Schück, Bernd Szablikowski und Patrick Beringhausen geht die Standardbesetzung der MGC-Zweiten an den Start und möchte den Klassenerhalt am letzten Spieltag ganz sicher machen. Dafür muss am besten ein Sieg gegen den BGSV Bad Homburg her, denn für den Erhalt der Klasse wäre das bereits ausreichend. Der Anspruch beim Heimspiel ist natürlich ein anderer, man will dem Tabellenführer Bensheim und dem Zweiten Ludwigshafen gerne „in die Suppe spucken“ und den Tagessieg zuhause behalten.

Zeitgleich findet auf der Miniaturgolfanlage in Ludwigshafen das Saisonfinale der Verbandsliga Rheinland-Pfalz sowie der Kooperation mit dem saarländischen Verband SaarMV statt. Im Vorfeld hat es leider einige der vorgesehenen Spieler coronamäßig erwischt, Thomas Schiebel und Gerhard Caspar fehlen daher beim Endspurt. Volker Missonnier fällt mit angerissener Achillessehne ebenfalls aus. Dennoch sollte es bei acht Punkten Vorsprung vor Rodalben 1 zur Meisterschaft für Mainz 3 reichen. Nur bei einem Rodalbener Tagessieg und gleichzeitig dem vorletzten Rang für Mainz 3 könnten die Südpfälzer noch gleichziehen. Ob Mainz 4 antreten kann, steht wegen der Corona-Ausfälle leider noch nicht fest.

Rhein-Main-Turnier ohne MGC-Damen

Am letzten Sonntag im September werden hoffentlich wieder viele Minigolfer den Weg in den Hartenbergpark antreten, um beim traditionellen Rhein-Main-Turnier mitzumischen. Wie gewohnt, wird es keine Spielkategorien geben, stattdessen werden die Spieler*innen wieder nach Leistungsstärke in eine von drei Spielklassen eingestuft. Ausschlaggebend ist dafür die Deutsche Rangliste. Und auch die beliebte „Blind-Doppel-Wertung“ wird es wieder geben. Dazu noch die beliebten Sachpreise und einem angenehmen Turnierwochenende steht nichts im Wege.

Auf die Damen des 1. MGC Mainz muss das Rhein-Main-Turnier aber leider verzichten, denn der Termin fällt mit der Anreise zum European Champions League Final (früher als Europacup bekannt) zusammen. Wir wünschen Steffi, Yvonne, Nici und Alice schonmal GUT SCHLAG für die hoffentlich erfolgreiche Titelverteidigung.

MGC gewinnt die German Team Challenge

Diese Reise nach Bad Münder hat sich gelohnt. Im Endspiel der GTC besiegte das erste Team des MGC Mainz den MGC Göttingen souverän.

Im kleinen Finale unterlag die zweite MGC-Vertretung dem MGC Olympia Kiel, mit dem Erreichen des „Final 7“ (ein Team hatte seine Meldung zurückgezogen) hatte Mainz 2 aber sein Soll schon lange erreicht. Für das Viertelfinale erwischte Mainz 2 dann das Freilos, konnte also in Ruhe auf das Halbfinale am Samstag warten. Dabei erwies sich aber der MGC Göttingen als zu stark, mit 0:3 mussten sich Volker Missonnier, Gerhard Caspar, Christian Pannek und Ralf Fischbach geschlagen geben. Volkers Spiel stand 2:2, musste aber, da die Entscheidung gefallen war, nicht mehr zu Ende gespielt werden.

Im kleinen Finale wartete Olympia Kiel, das sein Halbfinale gegen die MGC-Erste ebenfalls mit 0:3 verloren hatte. Das Spiel um Platz drei ging über die volle Distanz, allerdings mit dem besseren Ende für die Kieler, die sich mit 3:1 durchsetzten. Volker gewann sein Spiel gegen Moritz Peters mit 3:1 Sätzen, mit 1:3 unterlag Thomas Schiebel gegen Jan Theden. Die beiden weiteren Partien (Ralf Fischbach gegen Daniel Christ, Christian Pannek gegen Rene Lagerquist) gingen mit 0:3 an Kiel. Wie gesagt, mit dem Erreichen des Endturniers hat Mainz 2 bereits mehr erreicht, als man im Vorfeld erwartet hatte.


Die GTC-Finalisten: v.l.n.r. MGC Göttingen, Mainz 1, Olympia Kiel, Mainz 2

Der Anspruch war bei Mainz 1, mit Marcel Noack, Roman Kobisch, Robin Dickes und Silvio Krauss, natürlich ein anderer. Gewinnen – so hieß die klare Devise. Doch zunächst musste man im Viertelfinale bestehen. Gegen den Reinickendorfer MGC ließen die Mainzer nichts anbrennen, mit 3:0 schickte man die Berliner nach Hause. Im Halbfinale wartete, wie schon erwähnt, der MGC Olympia Kiel. Mit 3:1 gewannen Robin Dickes gegen Jan Theden und Roman Kobisch gegen Moritz Peters. Sogar 3:0 hieß es in der Partie von Marcel Noack gegen Daniel Christ, damit kam dem Zwischenstand von 0:2 Sätzen von Silvio Krauss gegen Rene Lagerquist keine Bedeutung mehr zu.

Das Endspiel gegen Göttingen stand lange Zeit auf Messers Schneide, drei Spiele standen nach zwei Sätzen unentschieden. Marcel Noack konnte aber seine Partie gegen Lars Hasse im Schnellgang mit 3:0 für sich entscheiden. Silvio Krauss schaffte ein 3:1 gegen Steven Böttcher. Im Spiel von Roman Kobisch gegen Peter Nowsky stand es 2:2, als Robin Dickes sein Spiel gegen Andreas von dem Knesebeck über die volle Distanz von fünf Sätzen mit 3:2 gewann. Somit also ein am Ende doch noch deutlicher 3:0-Sieg des MGC-Teams gegen den MGC Göttingen und damit der Sieg in der erstmals ausgespielten German Team Challenge.


Strahlende Sieger: Robin Dickes – Marcel Noack – Roman Kobisch – Silvio Krauss

Verbandsliga, die Fünfte, oder ein Spieltag mit Licht und Schatten

Mit dem Verbandsligaspieltag MRP/SaarMV am 4. September in Mainz ging auch die Sommerpause der Verbandsliga zu Ende. Am Trainingstag ließ sich fast schon vermuten, auch der Sommer sei zu Ende… Es REGNETE! Ausgerechnet an diesem Tag, nach wochenlanger Dürre. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und am späten Vormittag konnte dann doch noch trainiert, Mannschaften aufgestellt und Erwartungen definiert werden.

Der Spieltag in Mainz musste für Mainz 3 einfach mit einem Sieg enden, mit diesem Druck gingen dann Volker Missonier, Jörg Hoffmann, Thomas Schiebel, Ralf Fischbach und Gehard Caspar an den Start. Mainz 4 wollte nicht unbedingt Letzter werden und ein paar Pünktchen wären auch schön, befanden Anja Schray, Peter Lorch, Christian Marth, Franco Cappelletti und Sascha Holzenthal. AK unterstützte uns Jens Umhauer.

Der Spieltag verlief überraschend. Dass Volker, Gerhard und Ralf mit guten Ergebnissen die Tagestabelle anführten, war nicht verwunderlich, und so holte Mainz 3 auch den angestrebten Tagessieg. Aber bei vielen Spielern war „der Wurm“ drin. Ausgezeichnete Runden wurden von mittelmäßigen bis schlechten abgelöst, es gab einiges an Missmut, Enttäuschung – aber auch Jubel und Freude. Licht und Schatten eben.

Für eine ausgewachsene Sensation sorgte Rodalben 1, die vor dem Spitzenreiter Bildstock 1 den zweiten Platz belegten. Eine weitere Überraschung bot Mainz 4 mit einem formidablen Platz vier, den wir aber vor allem Christian und Peter verdanken, die so richtig „ablieferten“!

Besondere Lichtblicke für mich waren der treue Betreuer Klaus-Peter von Bildstock, der an Bahn fünf postiert nicht nur für die Saarländer, sondern auch für alle anderen Teilnehmer immer ein freundliches Wort parat hatte, und Michael Hecken, der extra angereist war, um die Mainzer organisatorisch zu unterstützen. Danke für Eure Hilfsbereitschaft!

Nach dem fünften Spieltag stehen jetzt Mainz 3 und Bildstock punktgleich, wodurch es an unserem letzten Spieltag in Ludwigshafen am 18. September zu einem echten Showdown kommt. Ihr dürft gespannt sein!

Anja Schray

Alle Ergebnisse gibt’s hier.

Weltmeisterehrung im Hartenbergpark

Das Sommerfest der Minigolfer vom Hartenberg ist immer ein willkommener Anlass, den über das Jahr erfolgreichsten Sportlern eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Leider konnten in diesem Jahr nicht alls Medaillengewinner auf nationalem und internationalem Parkett an der Zeremonie teilnehmen. Verblieben sind aber Patrick Beringhausen, Gewinner der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft bei der Senioren-DM in Osnabrück, sowie Alice Kobisch, die ihrer schon beträchtlichen Medaillensammlung in diesem Jahr einige weitere hinzufügen konnte. Dabei waren unter anderem zwei Goldmedaillen bei der in Wanne-Eickel erstmals ausgetragenen Senioren-WM, einmal mit dem Team, das andere Mal im Strokeplay-Einzel. Nach ihrem ersten WM-Titel 1993 nun also fast 30 Jahre später nochmal Einzelgold bei einer Weltmeisterschaft – eine wahrlich traumhafte Minigolfkarriere, die noch lange nicht zuende ist. Dritter im Bund der zu Ehrenden ist der Senioren-Bundestrainer Michael Bamberg, der traditionell auch das Coaching „seines“ MGC-Teams bei den deutschen Meisterschaften übernimmt. Wie wichtig eine gute Betreuung ist, weiß in Minigolfkreisen jeder, daher wurde Bamberg in diesem Jahr eben auch die verdiente Ehrung zuteil.


V.l.n.r. Norbert Kramer, Michael Bamberg, Patrick Beringhausen, Alexander Reinemann, Stefan Frey, Alice Kobisch, Karin Augustin

Vom Stadtsportverband nahm der Vorsitzende Alexander Reinemann an der Veranstaltung teil, die Stadt Mainz hatte Stefan Frey geschickt, seines Zeichens Schriftführer des Sportausschusses. Und last but not least war der Landessportbund Rheinland-Pfalz durch seine Ehrenpräsidentin Karin Augustin vertreten, so dass man von einem würdigen Rahmen für die Weltmeisterehrung sprechen konnte.

Am Schlusstag doch noch drei Medaillen für den MGC

Mit zwei silbernen und einer bronzenen Medaille nahm der Matchplay-Wettbewerb bei den Minigolf-Europameisterschaften in Voitsberg für die Mainzer Delegation einen deutlich erfreulicheren Verlauf als die Vortage.

Zwar musste Marcel Noack relativ früh die Segel streichen, er unterlag im Achtelfinale seinem Hardenberger Teamkollegen Yannick Müller, nachdem er in der vorherigen Runde den Schweizer Beat Wartenweiler bezwungen hatte, doch gleichzeitig spielte sich Lukas Neumann bis ins Finale. Nach einem Sieg gegen den Tschechen Karel Molnar hatte es der Mainzer mit der halben schwedischen Nationalmannschaft zu tun. Im Achtelfinale ging es gegen den amtierenden Weltmeister Carl-Johan Ryner, den er im sudden death schlagen konnte. Das Viertelfinale gegen den zweiten Schweden Amir El Quachani wurde eine klare Sache. Doch im Halbfinale wartete der überlegene neue Strokeplay-Europameister Fredrik Persson, der aber Neumanns Spiel am Ende auch wenig entgegen setzen konnte und mit 3:5 unterlag.


EM-Silber für Lukas Neumann …

Im Endspiel schließlich hieß der Gegner Kai Lödding (Schweiz). Leider konnte Neumann seine Stärken auf den Filzbahnen nicht ausspielen, da die Finalspiele wegen Gewitterregens komplett in die Miniaturgolfhalle verlegt wurden. Auf den Eternitbahnen erwies sich der Schweizer dann als der Stärkere und setzte sich mit 5:1 gewonnen Bahnen durch. Silber damit für den Mainzer, Bronze ging an Europameister Persson, der im kleinen Finale den Ex-MGCler Peter Eriksson bezwang.

Bei den Damen gab es ein deutsches Endspiel zwischen Jasmin Bothmann und erfreulicherweise Steffi Blendermann vom 1. MGC. Auf ihrem Weg ins Finale hatte Blendermann zunächst die Tschechin Jana Havlikova geschlagen, bevor im Viertelfinale ihre Teamkameradin Melanie Hammerschmidt wartete. Auch diese Partie ging an die Mainzerin, die es dann im Halbfinale mit der schwedischen Ex-Weltmeisterin Karin Olsson zu tun hatte. Mit 6:4 konnte sie die Schwedin bezwingen, so dass das deutsch-deutsche Endspiel gegen die Göttingerin Jasmin Bothmann zustande kam. Bothmann hatte ihr Halbfinale gegen die für den MGC spielende Schweizerin Yvonne Klukas gewonnen. Im kleinen Finale setzte sich die Mainzerin mit 4:2 gegen Olsson durch. Das Finales selbst wurde leider – zumindest aus Mainzer Sicht – eine klare Sache, denn der Sieg ging mit 5:1 an die Göttingerin. Mit Silber und Bronze für den 1. MGC Mainz dennoch eine angenehme Bilanz des Matchplaytags.


… und für Steffi Blendermann

Keine Medaillen für den MGC

Am dritten Tag der Minigolf-Europameisterschaften in Voitsberg setzte sich der Trend der Vortage fort. In beiden Strokeplay-Einzelwettbewerben gingen die Goldmedaillen an Spieler*innen aus den Siegerteams.

Bei den Damen holte sich die Schweizerin Maja Wicki den Titel, ausschlaggebend war dabei ihre erste Runde auf Filz, die sie mit 23 Schlägen absolvierte. Damit holte sie die zuvor mit fünf Schlägen Vorsprung führende Göttingerin Jasmin Bothmann ein. In den Finalrunden konnte Wicki jeweils einen weiteren Schlag auf Bothmann gutmachen. Einen Schlag hinter Jasmin Bothmann landete Sarah Schumacher (Dormagen-Brechten), vier weitere Zähler zurück lag Steffi Blendermann vom 1. MGC Mainz auf dem „Holzmedaillenrang“. Alle drei deutschen Damen hatten in den Vorrunden jeweils  durchwachsene Runden auf Filz wegzustecken, angesichts der Leistungsdichte an der Spitze konnte das nicht gutgehen.

In der Männerkonkurrenz lagen vor dem Finaltag zwei Schweden (Fredrik Persson und Andreas Cederholm) gleichauf in Führung, zwei Schläge dahinter lauerte der Schweizer Daniel Moser. Für die deutschen Spieler ging es bei neun Schlägen Rückstand auf die Spitze nur darum, den Abstand zu den Medaillenrängen zu verkleinern. Um noch eine Medaille zu erobern, wären schon absolut herausragende Ergebnisse nötig gewesen.

An der Spitze setzte sich Persson immer weiter von den Verfolgern ab. Seine 86 Schläge in den vier Runden waren nicht bezwingbar, am Ende betrug sein Vorsprung satte 11 Schläge vor Moser. Dahinter lagen mit Cederholm und dem amtierenden Weltmeister Carl-Johan Ryner, sowie dem Tschechen Ondrej Skaloud drei Spieler nur einen Schlag auseinander. Auf Rang sechs und sieben dann die besten Deutschen, Oleg Klassen (Arheilgen) und Lukas Neumann (Mainz). Für Marcel Noack endete der Strokeplay-Wettbewerb vorzeitig, mit Rang 25 wird der Mainzer sicher nicht zufrieden sein. Im morgigen Matchplay-Wettbewerb können alle bis auf einen MGC-Akteur nochmals angreifen. Leider schaffte der für die Schweiz spielende Reto Sommer nicht den Einzug in die Matchplay-Runden, seine ebenfalls für den MGC spielende Teamkameradin Yvonne Klukas verfehlte zwar das Strokeplay-Finale denkbar knapp, hat aber im Matchplay noch einmal alle Chancen.

Ausgangsbasis für die Strokeplay-Entscheidung

Nach den Teamrunden stellt sich die Lage für die Einzelentscheidungen im Strokeplay wie folgt dar:

  • Bei den Damen führt die Göttingerin Jasmin Bothmann das Klassement an, mit einer 44er-Doppelrunde (Filz 26, Eternit 18) katapultierte sie sich ganz nach vorne.
  • Auf Rang drei liegt Sarah Schumacher (Dormagen-Brechten), die eine schwache Filzrunde (34 Schläge) wegstecken musste, drei Schläge hinter der Führenden.
  • Weitere zwei Schläge zurück folgt Steffi Blendermann, derzeit auf Platz sieben. Noch sind im Idealfall zwei weitere Doppelrunden zu spielen, bei fünf Schlägen Rückstand zur Spitzenposition ist also noch alles drin.

    Chancen auf das Finale für Steffi Blendermann …
  • Die Vierte im Bund, Melanie Hammerschmidt (Homburg) liegt auf dem 12. Rang, leider mit schon einigem Rückstand auf den zur Finalrunde berechtigenden neunten Platz.
  • Bei den Herren zeigt sich die Dominanz der Schweden auch im Einzel, gleich drei der ersten fünf gehören dem skandinavischen Ausnahmeteam an. Die Deutschen Yannick Müller (Hardenberg), Dennis Kapke und Sebastian Heine (beide Dormagen-Brechten) belegen momentan die Plätze sieben bis neun.
  • Lukas Neumann als bester Mainzer liegt auf Rang 15, der ihm die Finalteilnahme sichern würde. Die Abstände sowohl nach vorne als auch nach hinten sind aber klein.

    … Lukas Neumann …
  • Oleg Klassen (Arheilgen), der Mainzer Marcel Noack und der Hardenberger Sebastian Piekorz liegen auf den Plätzen 19, 27 und 28. Mit einer weiteren Doppelrunde wie der letzten (26-18) wäre auch für Noack noch eine Finalteilnahme möglich, dafür müsste er fünf Schläge gegen seinen Teamkameraden Neumann aufholen.

    … und Marcel Noack