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Beim abschließenden Matchplay (Lochwettspiel) gewann Szablikowski seine ersten beiden Partien gegen den Tschechen Struhar und gegen Thomas Sieber souverän, musste dann im Viertelfinale gegen einen weiteren Tschechen nach 7:7 auf den 18 Bahnen in den sudden death, konnte sich aber auch hier durchsetzen. Im deutsch-deutschen Halbfinale gegen Maximilian Frech hatte er dann das Nachsehen, der spätere Gesamtsieger Maximilian Frech gewann mit 5:4. Im kleinen Finale war dann die Luft raus, mit 5:1 sicherte sich der Schweizer Kai Lödding Bronze. Dennoch kein Grund zum Hadern für den jüngsten Mainzer Nationalspieler, Team-Gold und zwei vierte Plätze im Einzel sind eine kaum erwartete tolle Bilanz. Ähnlich erfolgreich agierten die Mainzer Ü45-Senioren bei der EM auf Filzbahnen im holländischen Appelscha. Das Damenteam mit der Mainzerin Alice Kobisch blieb stets mit den Schwedinnen auf Augenhöhe und ging, nicht zuletzt dank einer herausragenden Performance der deutschen Meisterin Gaby Rahmlow, mit einem kleinen Vorsprung in die letzte Runde. In dieser ließ das deutsche Quartett, zu dem noch Andrea Reinicke (Cuxhaven) und Silvia Haller (Olching) gehörten, den Konkurrentinnen keine Chance mehr. Mit einem sicheren As an der Schlussbahn machte Alice Kobisch den Titelgewinn perfekt. Spannender verlief der Wettbewerb bei den Männern, wo die Schweden als haushohe Favoriten galten. Mit zwei Mainzern im Team (Roman Kobisch an Nr. 4, Markus Janßen als Schlussspieler) und Joachim Eichhorn als Mannschaftsbetreuer war der 1. MGC am Titelkrimi beteiligt. Nach drei von sechs Runden lag Deutschland sensationell 19 Schläge vor den Schweden, trotz der überragenden Vorstellung von deren Startspieler Viberg, der am Ende mit Riesenvorsprung das Einzel gewinnen sollte. Schlusspunkt dieser dritten Runde war eine 23 von Janßen, der damit den Bahnrekord egalisierte. Nur eine Stunde später entriss ihm Viberg diesen aber mit einer 22, Startschuss eines fulminanten Zwischenspurts der Skandinavier, die sich mit zeitweise 14 Schlägen Vorsprung absetzen konnten. In Runde sechs blies Team Deutschland dann zur finalen Aufholjagd, die aber durch den krankheitsbedingen Ausfall des Startspielers Kullick (Berlin) wieder gebremst wurde. Ersatzmann Rathje (Hamburg) musste ran, der seinerseits wegen Krankheit den bisherigen Wettbewerb nur als Zuschauer verfolgt hatte. Doch aufgegeben wurde nicht, die Titelentscheidung fiel erst im Duell der Schlusspieler Janßen und Söderlund. Hier ließ der Schwede dann mit drei Assen aus den letzen vier Bahnen dem Mainzer keine Chance zum Aufholen mehr, Gold ging mit hauchdünnen drei Schlägen Vorsprung an Schweden. Im Einzel beendete Alice Kobisch den Wettbewerb auf Rang sieben, der Titel ging wie im Vorjahr an Gaby Rahmlow. Mit beständigem Spiel sicherte sich Roman Kobisch bei den Männern gleichfalls den siebten Platz. Noch besser machte es Markus Janßen, der mit zwei tollen Schlussrunden von 26 und 24 Schlägen noch den zweiten Rang erobern konnte. Eine grandiose Leistung, ließ doch der Mainzer mit Ausnahme des dominierenden Viberg alle schwedischen Filzspezialisten hinter sich. Im Matchplay am Finaltag kam für Alice Kobisch das Aus im Viertelfinale gegen die Schwedin Lundberg, auch in diesem Wettbewerb hieß die Siegerin am Ende Gaby Rahmlow nach deutsch-deutschem Finale gegen Andrea Reinicke. Roman Kobisch musste im Achtelfinale seinem für Hardenberg spielenden Berliner Teamkameraden Ludwig den Vortritt lassen, der anschließend am Schweden Viberg scheiterte. Markus Janßen spielte sich nach Siegen gegen den Schweden Lundgren und die Schweizer Vögeli und Schäppi locker bis ins Halbfinale, unterlag dann aber dem überraschend stark spielenden Österreicher Brandstätter, der sich, als Vorrunden-26., im Finale gegen Viberg sogar den Titel holte. Im kleine Finale zog Janßen dann gegen den Schweden Karlsson im sudden death den Kürzeren. Mit vier Medaillen und drei vierten Plätzen haben die MGC-Akteure die Messlatte für die Weltmeisterschaften der allgemeinen Klasse in Bad Münder hoch gelegt. Vom 21. bis 24. August werden in Bad Münder die beiden Mainzer Bundesligaspieler Anne Bollrich und Marcel Noack, gecoached unter anderem vom Mainzer Max Hermann, versuchen, an diese Bilanz anzuknüpfen. |
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